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Zugesetzten Zucker reduzieren

Senkt Triglyceride und LDL, wenn weniger freier Zucker gegessen wird. Harnsäure und HOMA-IR bekommen keine Zeile: isokalorische Fruktose ändert sie in den geöffneten Metaanalysen nicht belastbar.

Großer HebelAufwand: mittel

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Größenordnung

Unter fünfundzwanzig Gramm zugesetzten Zucker pro Tag, gerechnet ohne den Zucker aus ganzem Obst.

Te Morenga 2014: mehr versus weniger Zucker hebt TG um 0,11 mmol/l und LDL-C um 0,12 mmol/l, auch isokalorisch. Die Reduktionszahlen sind die Umkehrung (G-S3). Wang 2012: isokalorische Fruktose ändert Harnsäure nicht; Extremdosen über 200 g/Tag schon, das ist nicht die Produktdosis. ter Horst 2016: HOMA-IR nicht signifikant. ApoB wurde nicht gepoolt. Wird Zucker durch gesättigte Fette ersetzt, kann ApoB steigen — das bleibt ein unbestätigter Offset ohne gemessene Größe.

Wirkungen im Detail

Jede Zeile ist eine gerichtete Kante aus unserer Datenbank, mit Spanne, Latenz, Evidenzgrad und der Bedingung, ab der sie überhaupt gilt.

MarkerEffektLatenzWirkweiseOutcomeEvidenzBedingungQuellen
Triglyceridehilft. Senkt -9,70 mg/dL

confidence interval of the estimate, not the range one person can expect

Te Morenga 2014 +0,11 mmol/l TG bei mehr Zucker, gelesen als Senkung bei weniger Zucker, bezogen auf 150 mg/dl. Symmetrie ist angenommen, nicht in Reduktionsstudien gezeigt (G-S3).

2–2 Wochenchronischunklar
Evidenzgrad A
TG ab 150 mg/dl
Alanin-Aminotransferasehilft. Senkt -4,94 U/L

confidence interval of the estimate, not the range one person can expect

In 13 kontrollierten Koststudien mit 260 gesunden Teilnehmenden hob hyperkalorische Fruktose ALT um 4,94 U/L (95-%-KI 0,03 bis 9,85) und das intrahepatozelluläre Lipid, während der isokalorische Austausch von Fruktose gegen andere Kohlenhydrate nichts tat. Evidenzgrad C: wenige Studien, klein, vier Wochen oder kürzer und nach Einschätzung der Autoren von schlechter Qualität, und die Dosis ist extrem.

keine Angabechronischunklar
Evidenzgrad C
gilt unabhängig vom Ausgangswert
Apolipoprotein Bhilft. Senkt -4,60 mg/dL

confidence interval of the estimate, not the range one person can expect

Höhere Zuckeraufnahme hob LDL-C um 0,12 mmol/L (95-%-KI 0,05 bis 0,19) und Gesamtcholesterin um 0,16 mmol/L über 39 Studien; eine Reduktion entspricht daher etwa −2 bis −7 mg/dL LDL-C. Die Zeile steht auf LDL-C als ApoB-Proxy. Proxy in den Studien: LDL-C.

2–2 Wochenchronischunklar
Evidenzgrad A
gilt unabhängig vom Ausgangswert
Diastolischer Blutdruckhilft. Senkt -5,60 mmHg

one bound only: the source gives a subgroup point estimate and no interval

In der Zucker-Metaanalyse aus Charge 1 über 39 randomisierte Studien war der Blutdruckeffekt in Studien von mindestens 8 Wochen am größten: höhere Zuckeraufnahme hob den systolischen Druck um 6,9 mmHg und den diastolischen um 5,6 mmHg. Jeweils nur eine Grenze eingetragen, weil die Quelle für die Langzeit-Subgruppe eine Punktschätzung liefert, kein Konfidenzintervall.

8–8 Wochenchronischunklar
Evidenzgrad B
gilt unabhängig vom Ausgangswert
Systolischer Blutdruckhilft. Senkt -6,90 mmHg

one bound only: the source gives a subgroup point estimate and no interval

In der Zucker-Metaanalyse aus Charge 1 über 39 randomisierte Studien war der Blutdruckeffekt in Studien von mindestens 8 Wochen am größten: höhere Zuckeraufnahme hob den systolischen Druck um 6,9 mmHg und den diastolischen um 5,6 mmHg. Jeweils nur eine Grenze eingetragen, weil die Quelle für die Langzeit-Subgruppe eine Punktschätzung liefert, kein Konfidenzintervall.

8–8 Wochenchronischunklar
Evidenzgrad B
gilt unabhängig vom Ausgangswert
Harnsäurehilft. Senkt -0,52 mg/dL

confidence interval of the estimate, not the range one person can expect

In 21 kontrollierten Koststudien ließ Fruktose, isokalorisch gegen andere Kohlenhydrate getauscht, das Serumurat völlig unverändert (+0,56 µmol/L, 95-%-KI −6,62 bis 7,74). Der Abstract druckt die hyperkalorische Einheit als mmol/L; nach isokalorischer Einheit und Größenordnung ist das ein Tippfehler für µmol/L und wurde so gelesen.

1–1 Wochenchronischunklar
Evidenzgrad B
gilt unabhängig vom Ausgangswert

Was diese Maßnahme kostet

Gegenläufige Wirkungen derselben Maßnahme.

MarkerEffektLatenzWirkweiseOutcomeEvidenzBedingungQuellen
HbA1ckostet. Hebt Richtung belegt, Größe nicht

18 kontrollierte Koststudien bei 209 Menschen mit Diabetes fanden, dass der isokalorische Austausch von Fruktose gegen andere Kohlenhydrate glykierte Blutproteine um standardisiert 0,25 SENKTE, was die Autoren mit etwa 0,53 HbA1c-Prozentpunkten gleichsetzen. Eine kontraintuitive Zeile, behalten, weil das die Evidenz sagt.

keine Angabechronischunklar
Evidenzgrad C
gilt unabhängig vom Ausgangswert

Bewegt sich, ohne dass etwas folgt

Informational oder kein belegter Effekt: der Marker bewegt sich oder wurde geprüft, und daraus folgt kein Fortschritt.

MarkerEffektLatenzWirkweiseOutcomeEvidenzBedingungQuellen
HDL-Cholesterinbewegt sich, zählt aber nicht. Senkt -0,80 mg/dL

confidence interval of the estimate, not the range one person can expect

Höhere Zuckeraufnahme hob HDL-C um 0,02 mmol/L (95-%-KI 0,00 bis 0,03, p = 0,03); eine Reduktion senkt es daher um höchstens etwa 1,2 mg/dL. Als Zielkonflikt-Zeile der Vollständigkeit halber aufgenommen.

2–2 Wochenchronischnein
Evidenzgrad B
gilt unabhängig vom Ausgangswert
HOMA-IRgeprüft, passiert nichts. Kein belegter Effekt

In 46 Vergleichen aus 29 Studien änderte Fruktose HOMA-IR weder bei gleicher Kalorienzahl (+0,13, 95-%-KI −0,07 bis 0,34) noch als Energieüberschuss (+0,18, −0,02 bis 0,39). Absichtlich als Null-Effekt geführt: es zeigt, dass ein Marker in diesem Datenbestand etwas nicht erfassen kann, das die zugrunde liegende Physiologie tut.

keine Angabechronischunklar
Evidenzgrad B
gilt unabhängig vom Ausgangswert

Quellen

Vollständige Angaben zu allen Studien, auf die sich die Zeilen oben stützen.

  1. Effect of fructose consumption on insulin sensitivity in nondiabetic subjects: a systematic review and meta-analysis of diet-intervention trials

    Ter Horst et al. · American Journal of Clinical Nutrition · 2016 · Übersichtsarbeit

    DOI 10.3945/ajcn.116.137786PubMed 27935520

  2. The effects of fructose intake on serum uric acid vary among controlled dietary trials

    Wang DD et al. · Journal of Nutrition · 2012 · Metaanalyse

    DOI 10.3945/jn.111.151951PubMed 22457397

  3. Dietary sugars and cardiometabolic risk: systematic review and meta-analyses of randomized controlled trials of the effects on blood pressure and lipids

    Te Morenga et al. · American Journal of Clinical Nutrition · 2014 · Metaanalyse

    DOI 10.3945/ajcn.113.081521PubMed 24808490

  4. Effect of fructose on established lipid targets: a systematic review and meta-analysis of controlled feeding trials

    Chiavaroli et al. · Journal of the American Heart Association · 2015 · Metaanalyse

    DOI 10.1161/JAHA.114.001700PubMed 26358358

  5. Effect of fructose on markers of non-alcoholic fatty liver disease (NAFLD): a systematic review and meta-analysis of controlled feeding trials

    Chiu et al. · European Journal of Clinical Nutrition · 2014 · Metaanalyse

    DOI 10.1038/ejcn.2014.8PubMed 24569542

  6. Effect of fructose on glycemic control in diabetes: a systematic review and meta-analysis of controlled feeding trials

    Cozma et al. · Diabetes Care · 2012 · Metaanalyse

    DOI 10.2337/dc12-0073PubMed 22723585

  7. Effect of weight reduction on glycated haemoglobin in weight loss trials in patients with type 2 diabetes

    Gummesson et al. · Diabetes, Obesity and Metabolism · 2017 · Übersichtsarbeit

    DOI 10.1111/dom.12971PubMed 28417575

  8. Effect of dose and duration of reduction in dietary sodium on blood pressure levels: systematic review and meta-analysis of randomised trials

    Huang et al. · BMJ · 2020 · Metaanalyse

    DOI 10.1136/bmj.m315PubMed 32094151